GÖD-OÖ fordert Übernahme des Gehaltsabschlusses

Mit einer Unterschriftenaktion wärmt sich die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst für weitere Schritte im Streit um die Übernahme des Gehaltsabschluss des Bundes in Oberösterreich auf.

In der Kollegenschaft gibt es jedenfalls kein Verständnis dafür, dass man als freie Rücklage der Landesregierung für ein Investitionsprogramm herhalten soll.
„Ich kann meinem Schulwart an einer Landesschule nicht einen Realeinkommensverlust erklären, wenn sein Kollege an einer Bundesschule eine Kaufkraftstärkung von 2,33 % bekommt. Der muss seine steigenden Lebenskosten genauso bestreiten,“ fasst Vorsitzender
Peter Csar die Stimmung bei seinen Leuten zusammen.
Die Landesgesetze sprechen eigentlich eine klare Sprache: der Abschluss des Bundes ist auch maßgeblich für die Gehaltsanpassung der Landes- und Gemeindebediensteten in Oberösterreich. Die Landesregierung will nun per Initiativantrag eine gesetzliche Abweichung durchbringen und darin die Gehälter der Landes- und Gemeindebediensteten lediglich um max. 1 % anheben. Davon betroffen wären aber indirekt auch viele andere Dienstnehmerinnen und -
nehmer, etwa in Ordensspitälern, Sozialhilfeverbänden oder auch Pfarrcaritaskindergärten. Bei einer abgerechneten Inflation von 1,87 % würde das für mehr als 65.000 Arbeitnehmer/innen also einen glatten Realeinkommensverlust bedeuten. „Wir fordern genauso linear + 2,33 % wie beim Bund. Eine Zweiklassengesellschaft ist soziales Gift. Und wenn sich Wien das leisten kann, dann wohl erst recht Oberösterreich als Wirtschaftsmotor der Nation,“ unterstreicht Csar die Forderung der GÖD.
Die Stimmung im Landesdienst ist auch deswegen kritisch, weil hier zuletzt der Gürtel bereits extrem enger geschnallt wurde. In der Verwaltung wurde innerhalb von nur vier Jahren der Personalstand um fast 8 % reduziert. „Wir krachen in vielen Dienststellen wie eine Kaisersemmel“ ist Peter Csar besorgt, dass Stimmung und Motivation der Mitarbeiter ganz in den Keller rasselt. Angespannt auch die Situation im Gesundheitsbereich, wo der Kostendruck auf das Personal enorm steigt und gleichzeitig ein Engpass an Fachkräften das System ausreizt.
Die Gewerkschaften erwarten sich nun rasch eine Einladung zu substanziellen Verhandlungen.
Parallel werden die formalen und organisatorischen Vorbereitungen für weitere gewerkschaftliche Maßnahmen getroffen.

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