Polizeischüler kehren am 18. Mai großteils in die Schule zurück

Geteilte Klassen und abwechselnd Präsenz- und Fernlehre - Aufnahmetermin
von Bewerbern vom Jahresanfang von Juni auf September verschoben
Ab Montag kehren rund 700.000 Schüler in ihre Klassenzimmer zurück. Analog dazu wird
auch der Großteil der Polizeischüler wieder in den Ausbildungsbetrieb zurückkehren.


Auch hier werden die Klassen geteilt und es findet abwechselnd Präsenz- und Fernlehre
statt. Von den rund 3.600 Polizeischülern unterstützten während der Coronakrise 1.600
die Landespolizeidirektionen (LPDs) im Exekutivdienst.
Die übrigen 2.000 Polizeischüler befanden sich noch im ersten Ausbildungsabschnitt,
haben also das erste Berufspraktikum noch nicht absolviert. Sie wurden zum Teil als
Unterstützung in den Stäben des Innenministeriums (BMI) und der LPD als Call-Center-
Agents für die Hotlines oder als Unterstützung im Ressourcenmanagement eingesetzt.
Außerdem wurden sie wie andere Schüler teilweise in der Fernlehre sowie unter
besonderen Sicherheitsvorkehrungen in Kleingruppen im Einsatztraining weiter
unterrichtet. Auch die Polizeilehrer unterstützten die Einsatzkräfte in
unterschiedlichsten Funktionen, sofern sie nicht ohnehin die Klassen in der Fernlehre
bzw. im Einsatztraining weiter unterrichteten, hieß es aus dem Innenministerium.
Das Ministerium betonte, dass durch die kontinuierliche Ausbildung in der Fernlehre in
Verbindung mit Praktikumsverschiebungen sichergestellt wird, dass alle Lehrgänge ihre
Polizeigrundausbildung nach den vorgesehenen 24 Monaten pünktlich abschließen.
Bereits seit 4. Mai erfolgt die sukzessive Rückführung der Grundausbildungslehrgänge in
den Regelbetrieb. Im Fokus standen zunächst vor allem jene Lehrgänge, die im Juni
regulär ihr Berufspraktikum antreten, sowie jene Lehrgänge des ersten
Ausbildungsabschnitts, die anstatt der Fernlehre eine Landespolizeidirektion oder das
BMI unterstützt haben.
Der zweite Schritt erfolgt am 18. Mai mit der generellen Aufnahme des
Ausbildungsbetriebs in Halbklassen für alle im ersten Ausbildungsabschnitt
befindlichen Lehrgänge. Mit 1. Juni werden als letzte Stufe die im dritten
Ausbildungsabschnitt (Vertiefung, Reflexion) befindlichen Lehrgänge in den Unterricht
eingegliedert, die aufgrund ihres Ausbildungsstandes die Landespolizeidirektionen
bereits im Exekutivdienst unterstützen.
Für den Präsenzunterricht in Halbklassen gelten besondere Sicherheitsbestimmungen
wie insbesondere regelmäßige Desinfektionsmaßnahmen, Klassenteilung,
Abstandsregelungen, Tragen eines Mund- und Nasenschutzes am gesamten Gelände
(ausgenommen im Unterricht bei Gewährleistung des Sicherheitsabstandes von 1,5
Metern), darüber hinaus unterrichtsbezogenes Tragen von Einweghandschuhen,
Einsatztraining ohne Techniken mit Körperkontakt und gestaffelte Unterrichtszeiten, um
die Kontaktzonen beim Betreten und Verlassen des Geländes sowie in den
Umkleidebereichen zu minimieren, betonte das Innenministerium.
Änderungen gibt es im heurigen Coronakrisen-Jahr auch bei der Bewerbung bzw.
Aufnahme von Polizisten. Für den ersten Zyklus von 20. Jänner bis 20. Februar gab es
1.467 Bewerbungen. Da ab Mitte März die Testungen ausgesetzt wurden, verschiebt sich
der Aufnahmetermin hier von Juni auf September. Die für das Frühjahr vorgesehen
Aufnahmen (Bewerbungszeitraum 1. Oktober 2019 - 31. Oktober 2019) - 283 Polizei + 29
für Fremden und -grenzpolizeilichen Bereich - wurden noch durchgeführt.
Bereits seit 6. März findet das Auswahlverfahren statt. Hier wird an zwei Testtagen unter
anderem die psychologische Eignungsdiagnostik, die ärztliche Untersuchung oder auch
der Sporttest durchgeführt.
Seit 1. Mai läuft die aktuelle Ausschreibung, bis 31. Mai können sich Interessierte
bewerben. Sie sollen ab Juni parallel zu den Bewerbern vom Jahresanfang getestet
werden, die Bewertung erfolgt jedoch gesondert. Somit wird es zwei getrennte Rankings
geben, obwohl Bewerber beider Termine im September starten.
In Zusammenarbeit mit dem Bildungsexperten Daniel Landau wird die Rolle
der Polizei zwischen 1938 und 1945 thematisiert in der Ausbildung künftig thematisiert.
Die klare Zuschreibung von Werten und Kompetenzen gehört laut Ministerium zur
modernen Berufsausbildung für Polizisten. Dazu gehört auch der Unterrichtsgegenstand
Berufsethik und Gesellschaftslehre, der der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich
relevanten Themen und deren kritischer Reflexion dient. "Ausbildungsinhalte müssen in
periodischen Abständen mit Distanz betrachtet werden. Es ist daher wichtig, auch die
Expertise von Menschen außerhalb der Organisation zu haben und Ausbildung somit
zeitgemäß zu gestalten", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

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